Ankommen, schauen, bleiben
Loslassen, der Seele Raum geben
Den Atem spüren
Der Pfad auf den Ventoux, der Blick
Am Rande der Nesque, das Rollen des Rades
Zikadengesang, Mohn, Lavendel,Thymian
Hinliegen, der Himmel über dir
Festhalten mit Farbe und Blatt
Ein Klick, dein Leben, deine Ferien
Sich nahe kommen, Freunde
Musik, Duft aus der Küche
Lachen, der wohlige Bauch,
Der tiefe Schlaf
Im Haus, wo sich Freunde finden
Tagebuch (Foto anklicken zum Vergrößern)
9. Juni
Unser Herz schlägt für Belgien ! Dieses Jahr sind wieder Franky und seine Bande gekommen. Eine wirklich sympathische Truppe. Haben die netten Männer doch von 1979 bis 2005 zusammen Fußball gespielt und danach aus „Altersgründen“ auf Rennrad umgestellt. Das Ziel: auf den Ventoux ! Ihre unternehmungslustigen Frauen, die ihre Männer früher zu den Spielen und jetzt zum Radtraining begleitet haben, waren auf Märkten, in Cafés und Ausstellungen unterwegs. Am Abend, beim Aperitif, gab es dann viel zu erzählen. Prosit ! Tchin Tchin !
10.- 17. Mai Aquarellkurs in „ Au Pied du Ventoux“.
Und nichts mehr ist wie vorher! Die Welt besteht nun aus Primär- und Mischfarben,
die Berge in der Ferne sind blau, das Cabanon ist in der ersten Ebene, die Büsche in
der zweiten, der große Baum schon im Hintergrund, oder sind das erst die blauen
Berge und der Baum ist in der dritten Ebene? Die Türen im Dorf sind nicht mehr einfach Türen, sie sind jetzt blaugrau, grüngrau, olivgrau, petrolgrau.
Und diese Schatten! Sie sind links von der Tür, rechts von der Tür oder hinter dem Blumentopf neben der Tür. Oder sind das etwa wir, die Schatten, die durch Flassan
huschen... um dann drei Stunden vor einer Tür zu verharren, um sie Nass in Nass
oder Trocken auf Nass zu verewigen?
12.- 19. April Sprach- und Wanderferien
19.- 26. April WanderwocheBlauer Himmel, Sonnenschein, leichter Wind. Zwei Gruppen waren angereist, die erste zu vormittags Sprachkurs und nachmittags wandern, die zweite Gruppe zu Ganztagswanderungen. Alle genossen die gemeinsame Zeit. Wie wenn sie schon immer Freunde seien, lernten sie, schrieben eifrig mit, machten Interviews im Dorf. Sogar nach „Feierabend“ saßen sie über französischen Gesellschaftsspielen zusammen. Die ausgesuchten Wege gefielen, führten sie doch manches Mal in ein kleines Dorf zum Café. Anspruchsvoller die Ganztagestouren in den Dentelles de Montmirail, am St-Amand und auf den Mont Ventoux!
5. April
Ohrenschmaus im Au Pied du Ventoux. Musikerleute waren bei uns zu Gast. Nach dem Dessert packten sie ihre Instrumente aus: zwei Akkordeons, eine Klarinette und eine Schlüsselfidel. Tilman erklärte den Neugierigen sein Streichinstrument aus dem Mittelalter. Gemütlich saßen wir mit unseren Gästen zusammen und ließen uns von den fröhlichen Klängen verzaubern. Die Melodien von Margaretes Akkordeon begleiteten mich noch in der Nacht in meinem Schlaf.
24. März Ostermontag
Flassan im Schnee. Wintereinbruch in der Provence! Da staunten unsere Ostergäste nicht schlecht als sie heute morgen ihre Terrassentüren öffneten.
Kein blauer Himmel, keine Sonne, wenig Sicht über die Hügel. Sondern Schneetreiben und Kälte waren angesagt. Das erinnert einen an das Jahr 1956 als ein strenger Frost Mitte Februar über den Vaucluse hinwegzog und 1 Million Olivenbäume erfroren. Aus Sorge um ihre Lebensexistenz, stellten damals viele Bauern große Teile ihrer Böden auf Weinanbau um. Bei einem Gläschen „Côtes de Ventoux“ erfahren wir am Kaminfeuer interessante Geschichten.
17. Januar 2008
Es ist verrückt. Jetzt singen sie wieder. Morgens werden wir von den Vögeln geweckt. Die Tage sind warm und freundlich. Blüten treiben, die Erde riecht, das Grün verändert seine Farbe. Am Nachmittag sitzen wir in Flassan auf der Terrasse bei Sonnenschein und schauen in die Ferne. Im Rücken der ruhige Riese Ventoux. Auf der Höhe liegt ein Teppich aus Schnee. Die Schneebegeisterten reisen an den Wochenenden an, um hier auf den blau-rot-schwarzen Pisten oder Rodelhängen ihr Vergnügen zu finden. Ein wahrer Wintersportbetrieb! Am Abend sehen wir die Blechkarawanen, wieder nach Marseille, Orange oder auf die andere Seite der Rhône nach Hause ziehen.
21. Dezember
Weihnachten steht vor der Tür. Alle richten sich zum großen Fest: Weihnachts-märkte in den kleinsten Dörfern, Avignon in der Nacht weihnachtlich beleuchtet, Ausstellungen von handgefertigten Santon-Figuren, provençalische Flötenmusik und natürlich „Père Noël“, der in Vacqueyras tatsächlich von oben auf den Weihnachts-markt kam.
Mit Freude und Dankbarkeit schauen wir auf das Jahr zurück. Gerade haben wir die Abschiedsfotos aller Gäste angeschaut und so sind Sie alle ein bisschen bei uns, wenn wir jetzt Weihnachten feiern.
FROHE WEIHNACHTEN UND EIN GESUNDES UND GUTES NEUES JAHR 2008
16. November
Der „Beaujolais nouveau“ ist in der Provence eingetroffen und mit ihm der Herbst. Nebelschwaden tummeln sich am Morgen in den Tälern. Kurz darauf scheint wieder die Sonne. Die hiesigen Weinbauern öffnen jetzt ihre Keller und laden zur „Dégustation“. Es heißt an Weihnachten denken und die eigenen Bestände überprüfen. Mit den ersten Trüffeln hat der Trüffelmarkt begonnen. In Carpentras wird das Kilo um € 380,- gehandelt. Aber gehen Sie nie auf eigene Faust sonntags früh oder in der Abenddämmerung in den Wald ! Schüsse und Gebell von Jagdhunden sind von weitem zu hören. Überall verstecken sich Jäger und lauern auf nahendes Wild. Aber keine Angst: Es wird sich alles zum Guten fügen.
Der Wein, das Wild, die Trüffel. Das große Fest in vier Wochen wird sie und uns alle miteinander vereinen.
18. Oktober
Jetzt gilt es die letzten Sonnenstrahlen für den Winter zu fangen. Noch zeigt die Pflanzenwelt trotzig ihre Pracht, bewusst, dass der herannahende Herbst ihr Blätter und Farbe rauben wird. Das Licht ist matt und samtig, die Sicht weit und klar, die Sonnenuntergänge rot mit drei Ausrufezeichen. Unsere Gäste baden nachmittags bei Sonnenschein im Pool, am frühen Morgen habe ich sie jedoch mit Handschuhen und Ohrenband beim Jogging gesehen. Die Provence, ein Land voller Kontraste!
1.-8.September
Aquarellieren im „Pied du Ventoux“. Der erste Aquarellkurs hat stattgefunden.
Drei beherzte Frauen, zwischen 18 und 74 Jahren, sind angereist, um eine Woche lang täglich 4 Stunden das Malen zu erlernen. Aquarelllehrer Henri Giraud, der seine Liebe zum Aquarellieren schon vor 20 Jahren entdeckt hat, zog sie gleich in seinen Bann. Mit sehr einfachen Techniken zu Anfang und schwierigeren Übungen gegen Ende entstanden die schönsten Bilder! Abgerundet wurde die Woche durch eine Besichtigung der alten Ockerfabrik Mathieu in Roussillon, einen Marktbesuch in Vaison-la-Romaine, eine Wanderung nach Bédoin oder kleineren Ausflügen.
15. August
Unserer spontanen Einladung zu einem besonderen Aperitif waren alle unsere Gäste mit einem Schmunzeln gefolgt. Hatten Sie schon etwas gemerkt?
Um 20 Uhr warteten dann 10 Erwachsene und 5 Kinder mit gefüllten Gläsern
( Pastis, Muscat, Kir, und Traubensaft für die Kinder) und voller Spannung darauf, dass wir das (beinahe) unbemerkt angebrachte Schild endlich enthüllten.
Tusch. Applaus! Blitzlichter... „PLACE DE L’APERO“
Jetzt hat der Platz, an dem wir vor dem Abendessen einen Aperitif anbieten, also einen Namen. Denn der APERO wird bei uns groß geschrieben.
1. August
Heute können wir schon auf 3 Monate „Au Pied du Ventoux“ zurückschauen.
Welches Glück, so viele sympathische Gäste aufnehmen zu können! Gäste aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Australien, England, Schweden, Dänemark, Österreich, Spanien und der Schweiz. Der jüngste Gast, Louise 6 Wochen, der älteste, Guy, 85 Jahre alt.
Was schätzten sie am meisten im „Pied du Ventoux“ ? Den weiten Blick, diese absolute Ruhe, die tausend Sterne, die Möglichkeit, die anderen zu treffen und Ideen zur Tagesgestaltung auszutauschen oder einfach zu philosophieren, beim gemeinsamen Frühstück oder Abendessen.
12. Juli
Jetzt haben uns auch die Motorradfahrer in ihr Herz geschlossen. Die erste Gruppe mit Motorrad hat bei uns Station gemacht! Die sieben französischen Motorradfreunde, 5 Bikerinnen und 2 Biker, brachten ihr großes Lächeln ins Haus. Ihre Anfahrt von der Ardèche bzw. Lyon war nicht sehr weit. Sie waren eher auf Genusstour zum Mont Ventoux gekommen als im Geschwindigkeitsrausch.2. Juli
„Mama, wo wohnen die Ferien?“ „ Wann blüht eigentlich der Lavendel?“
Das sind die essenziellen Fragen des Lebens. Die Antwort ganz kurz: „Hier.“ „ Jetzt.“
Da sehen Sie es: In der Provence leben wir im Hier und im Jetzt.
Gerade kommen wir vom Lavendelfest in Ferrassières nach Hause. Auch dort viele Fragen nach der Essenz. Die Essenz des echten Lavendels übrigens, der gerne über 700m Höhe wächst, in der Gegend um Sault, wird in der Parfüm-und Kosmetikindustrie verwandt. Bitte nicht verwechseln mit der Hybride Lavendin (400m-700m), deren Essenz zur Veredelung von Waschmitteln eingesetzt wird. Die dritte Sorte ist der Aspiklavendel (200-500m), der nach Kampfer riecht und in der Farb-und Lackindustrie genutzt wird.
Haben Sie etwa noch Fragen??
14. Juni
Belgier treten bekanntermaßen gerne in Gruppen auf. So sind gleich 2000 an der Zahl zu dem Event „Sporta“ in Bédoin gekommen. Mehrere von ihnen haben bei uns Quartier gesucht. Es galt neue Rekorde zu brechen. Erik Scharpé (links) hat es geschafft, 6 Mal in 24 Stunden auf den Gipfel des Ventoux zu fahren, sein Freund Koen Vingerhoets (rechts) war 5 Mal in der gleichen Zeit oben.....Ihre Frauen haben bei uns am Swimmingpool Sonne getankt.
17.Mai
Hier ist herrliches Radfahrwetter. Alles, was sich auf einem Fahrrad halten kann, ist jetzt unterwegs. So auch unsere Gäste Torsten Walter und Mathias Wotzlaw aus Köln. Die beiden sympathischen Ausdauersportler, haben an einer Veranstaltung des französischen Radsportverbandes teilgenommen. Es galt: innerhalb von 24 Stunden 5 Mal auf den Gipfel des Mont Ventoux (entweder von Bédoin, Sault oder Malaucène). 4 Mal sind sie am Tag hochgestrampelt, 1 Mal in der Nacht hinaufgespurtet. Das war absolut Spitze! Glückwunsch an euch beide!2.Mai
Und dann sind schon die ersten Gäste gekommen, natürlich zu Fuß, schließlich liegt „Au Pied du Ventoux“ direkt am Fernwanderweg 91. Sie waren in Malaucène aufgebrochen und wollten nach Sault weiter. Die Wanderer haben unsere Kochkünste sehr geschätzt und waren von der schönen Aussicht fasziniert.
Ich habe gehört, wie eine der Frauen ausrief: „Das ist ja Spitze hier!
2007 1.Mai
Spitze war’s im « Pied du Ventoux » ! Etwa hundert Freunde, zwanzig Deutsche und achtzig Franzosen, waren gekommen, um mit uns das Einweihungsfest von „Au Pied du Ventoux“ zu feiern. Wir haben Madison und Rock getanzt, auch „der Wolf“ nach den Akkordeonklängen von Isabelle und einen Song gesungen auf die Melodie von „Aux Champs Elysée“, der ging etwas so: Im „Pied du Ventoux“, in der Sonne, um Mittag, sind wir bester Laune.. Zwischendurch wurde geschmaust. Alle mochten unsere Paëlla und die guten Kuchen um Mitternacht.
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